Braunlage
Braunlage
Braunlage zählt rund 5000 Einwohner und liegt am Fuße des Wurmbergs. Im Sommer laden die umliegenden Bergwälder zu ausgedehnten Wanderungen, im Winter präsentiert sich der Ort als traditionsreiches Wintersportzentrum. Schon 1892 gründete er Braunlager Oberförster Arthur Ulrich hier den ersten deutschen Skiverein, bereits neun Jahre vorher hatte er den Skisport im Harz eingeführt. Die Geschichte von Braunlage, seines Bergbaus, aber auch vom Glasherstellung und Skitradition zeigt das kleine Heimat- uns Skimuseum (am Kurgastzentrum, Dienstag, Freitag 10-12:00 Uhr).
Das Eisstadion in der Harzburgerstraße ist auch für internationale Wettkämpfe im Eislauf und Eisstockschießen geeignet, der Eishockeyclub" Harzer Wölfe" veranstaltet hier seine Saisonspiele. Eine riesige Sprungschanze, perfekt präparierte Skipisten und Langlaufloipen runden das Angebot ab. Längste Strecke um Braunlage herum ist die Hasselkopfloipe mit 15 km Länge.
Das besonders reizvolle Langlaufgebiet in Richtung Brocken erschließt die Kabinenseilbahn auf dem Wurmberg, denen mit einer Gipfelhöhe von 971 m höchsten Berg Niedersachsens. Die längste alpine Abfahrtstrecke des Harzes nimmt an der Bergstation ihren Anfang. Auch im Sommer lohnt die Fahrt hinauf, denn das Netz an Wanderwegen ist vorzüglich und die weite Aussicht begeistert.
Wanderung
Wanderung
Eine 20 km lange, abwechslungsreiche Strecke (roter Punkt) führt von der Talstation der Wurmberg Seilbahn in Braunlager zunächst zum unteren und oberen Bode Wasserfall. Besonders zur Schneeschmelze im Frühjahr oder nach starken Niederschlägen bietet sie ein Symbol sein tosendes Schauspiel. Dann geht es weiter zur 925 m hohen Achtermannshöhe. Ihr kahler Gipfel überragt die Baumkronen, ungehindert kann man den Blick von hier oben in alle vier Himmelsrichtungen schweifen lassen. Abends sind dort spektakuläre Sonnenuntergänge zu erleben. Weiter geht's zwischen schwarzem Sumpf und rotem Bruch, entlang dem Ulmer Weg und die Heidentreppe hinauf zum Gipfel des Wurmbergs, bevor nach circa 6 h wieder Braunlage erreicht wird.
Der Nationalpark Harz
Der Nationalpark Harz
Echte Fichtenwälder, alte Buchengehölze, dazwischen rasch fließende Bäche und einsame Moore: das ist der Nationalpark Harz. Er erstreckt sich auf einer Gesamtfläche von circa 247 km² vom Südrand des Mittelgebirges beim niedersächsischen Herzberg über die Hochlagen bis zum Nordrand bei Ilsenburg in Sachsen-Anhalt. Somit stehen etwa 10 % des Harzes unter besonderem Naturschutz. Mit dem Brocken (1142 m) gehört auch der höchste Berg des Harzes zum Nationalpark.
Da intensiver Bergbau und die Köhlerwirtschaft mit ihrem riesigen Holzbedarf besonders in den Hochlagen des Harzes zu erheblichen Rodungen geführt hatten, forstete man ab dem 18. Jahrhundert mit schnell wachsenden Fichtenmonokulturen auf. In den kommenden Jahrzehnten sollen nun die Misch Wälder, Moore, felsigen Blockhalden und Bergwiesen, die den Harz einst prägten, wieder zurückkehren. Dieser Waldumbau wird wohl nicht ohne den Eingriff des Menschen gelingen- Wildnis wird also künstlich geschaffen, ein Widerspruch, mit dem die Nationalparkverwaltung leben muss. In den letzten Jahren kam der Borkenkäfer den Umweltschützern zu Hilfe: er frisst sich mit Vorliebe durch die Fichtenwälder des Nationalparks- und aus dem vermoderten Baumkadavern wächst nun junger Mischwald empor.
Reich ist der Nationalpark an schützenswerten Tieren, darunter Muffel Wild, Uhu, Auerhuhn, Wildkatze oder Schwarzstorch. Star dieser Fauna ist ohne Zweifel der Luchs, der sich seit einigen Jahren wieder heimisch fühlt im Harz. Doch blicken lässt sich der scheue Geselle nur im Tiergehege an den Rabenklippen. Die Nationalparkhäuser in Schierke, Drei Annen Hohne, Ilsenburg, Torfhaus und auf dem Brocken machen in lebendigen Ausstellungen und auf geführten Wanderungen mit Flora und Fauna vertraut.
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