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Das Ilsetal

Brockenaufstieg durch das Ilsetal

Das Ilsetal

Viele Maler und Dichter inspirierte das romantische Ilsetal. Berühmt wurde es besonders durch Heinrich Heine, der hier 1824 Beiräte unter dem Tal in der "Harzreise" ein literarisches Denkmal setzte. Das 19 195.000 -jährige Ilsenburg dankte ihm dies mit einem Gedenkstein an den Ilsefällen und der Benennung des Heinrich Heine Weges, der den unteren Ilselauf begleitet.

Für eingeweihte ist der Aufstieg durch das Ilsetal in den Nationalpark längst ein Geheimtipp, weil hier alle Lebensräume vom Harzrand bis zur Brockenkuppe-allerdings ohne den barocken typischen Touristenrummel-erlebt werden können.

Startpunkt ist Ilsenburg. Für kleinere Wanderungen findet man in Ilsenstein (Gaststätte),Paternosterklippe, Westerbergklippe, Ilsefällen oder der Plessenburg lohnende Ziele, die auf schönen Waldwegen zu erreichen sind.

Wer sich aber zur Wanderung von Ilsenburg zum Brocken oder der umgekehrten Richtung entschließt, hat 12 km Weg (circa 3 h) und einen Höhenunterschied von 840 m zu überwinden. Der Wanderer ist jedoch gut beraten wenn er feste Schuhwerk trägt, Rucksackverpflegung (keiner Gaststätte unterwegs!) Und Regenschutzbekleidung einpakt. Hat sich auch im Laufe der Zeit die Brockenwildnis belichtet und geht man nur auf gepflegten Wanderwegen, so hat der Berg in Sachenwetter noch seinen Eigensinn bewahrt. Binnen kürzester Zeit können Wolken, Strom und Unwetter im Harz aufziehen.

Man hat die letzten Häuser Ilsenburg noch hinter sich gelassen, schon zwei Links der Weg ab zum Ilsenstein (473 m), einer beeindruckenden und weithin sichtbaren Granitklippe des Ilse-Durchbruches, die gegenüber DIN nicht minder reizvoller Westerberg Klipper (526 m). Auf dem Ilsenstein befand sich einst einer bog, deren Geschichte lange überliefert, ihre Reste aber erst 1955 entdeckt worden sind. 1003 wurde sie erbaut, aber bereits 1107 war sie schon wieder zerstört.

Viele sagen geht es um den Ilsenstein. H. C. Andersen (1831) beschreibt eine davon folgendermaßen: wenn diese mächtige im Harz Gebirge, lebt die herrliche Prinzessin Ilse, die bei den ersten Strahlen der Morgensonne hervorsteigt, und sich im klaren Fluss badet. Nur wenige haben Sie gesehen, denn sie fürchtet den menschlichen Blick, obgleich sie gut und freundlich ist. Einst, als sie mit ihrem geliebten auf der Flucht war vor der Sintflut und in der Hoffnung auf dem Brocken überleben zu können, stürzte sie die in die Fluten. Nach dieser Prinzessin erhielt der Fluss den Namen Ilse, und im harten Felsen und zieht noch heute mit ihrem Bräutigam.

In diesem Teil des Harzwaldes ist die Rotbuche unbestrittener Beherrscherin. In dem Buch in Wäldern sind nur wenige andere Baumarten vertreten, auch die Begleit Flora dieser bodensauren Felder ist einförmig. Der Botaniker nennt diese Waldgesellschaft Hainsimsen-Buchenwald.

Ilsefälle

Steiler Abschnitt zwischen Unter-Gebbertsberg und Unter-Meineckenberg. Die Ilse durch fließt hier eine prächtige Natur-Kulisse, mit zahlreichen kleinen Wasserfällen.

NSG Westerberg

1961 zum Schutze der Kiefern-Reliktstandorte und Buch in Wäldern mit 74 ha ausgewiesen.

Zanthier-Platz

Ein Gedenkstein der Inhalt an Hans-Dietrich von Zanthier (1717-1778), der von 1747-1778 als wernigeröder Oberforstmeister tätig war und Grundlagen für die moderne Forstwirtschaft legte.

Nationalpark Hochharz

1990 mit 5868 ha zum Großschutzgebiet für den Erhalt der natürlichen Bergfichtenwälder, Moore, Klippen und subalpinen Heiligen erklärt.

„verdeckte Ilse“

Der Lauf der Ilse entzieht sich die über weite Strecken den Blicken des Wanderers. Das Wasser sucht sich seinen Weg versteckt zwischen EM Granitbrocken. Für den aufmerksamen Naturbeobachter einer der reizvollsten Abschnitte des Ilsetales.

Schlusie

Das Wort“Schlusie“ ist von Schleuse abgeleitet, das Wasser wurde hier zum Holzflößen auf die Ilse angeschaut.

Brockenbahn

Sie ist bereits seit 1899 in Betrieb und damit ein besonders technisches Denkmal. Auf 16 km paar Strecke werden 588 Höhenmeter überwunden.

Heinrichshöhe

Südöstliche Schulter des Brocken. Zwischen dieser Heinrichs Höhe (1040 m) und dem Brocken befindet sich eine Sattelmoor, in dem einst Torf gewonnen wurde. Die Heinrichshöhe gehört zur Kernzone des Nationalparkes und ist nicht zugänglich.

Brockenbett (900 m)

Die Senke zwischen der Heinrichshöhe und dem Renneckeberg mit dem Quellgebiet der Ilse wird als Brockenbett bezeichnet. Obwohl einer der Ilse Quellen als "Ilse Sprung" bezeichnet wurde, hat die Ilse keine eigentliche Quelle sondern ein ausgedehntes Moor-Quellgebiet (ein kleines Moor auch am Brockenbett). Auf einer Höhe von 900 m treffen wir die Wege aus Ilsenburg und Schierke zusammen. Die anschließende Brocken Chaussee wurde 1843 angelegt, und zwar bis etwa 1930 gegen Zahlung eines Pflegegeldes zu befahren.

Brocken (1142 m) die zum Teil B. baute Kuppel des Brocken liegt bereits oberhalb von Wald-und Baumgrenzen, der Wald wird hierdurch subalpine Zwergstrauch Heiden abgelöst (im Brockenmuseum erhalten Sie ein spezielles Blatt für den Brockenrundgang).

Der Berg Fichten Wald nur noch ein sehr kleiner Teil des Harzes trägt natürlich den Wald. Er hat sich vor allem dort erhalten, wo die Bewirtschaftung erschwert oder unmöglich war. Dazu gehört der Berg Fichtenwald um den Brocken. Bevor die Fichte hier zur alles beherrschenden Baumart erhöhen wird, teilt sich den Lebensraum der mittleren Lagen mit den Laubbäumen. Vielerorts sind solche Bergmischwälder heute ganz verschwunden und durch Fichten Forster ersetzt, im Ilsetal kann man noch ahnen, wie diese ursprünglich maschineller einmal ausgesehen haben, aber auch hier sind Fichten bis in die unteren Lagen angebaut worden.

Typische Bergfichtenwälder im Harz sehen sie entlang des gelben Brink und von dort bis zur Brockenkuppe. Sie sind in Europa sehr selten geworden. Die Bewahrung dieser Relikte im Hochharz ist daher wichtigstes Schutz Ziel und Bestimmung der Nationalpark Hüter.

Besonderheiten des Hochharz Fichtenwaldes sind seine Verwandtschaft zu den großen nordischen Fichtenwäldern, das Vorkommen seit der Eiszeit hier bodenständiger Hochlagenfichten und seine reiche Gliederung in Block-, Moor-und Reitgrasfichtenwälder.

Die Wanderung durch das Ilsetal bringt vielfältige Natureindrücke. Fast über alle aber sind die Folgen menschlichen Wirkens sichtbar. Der ursprüngliche Wald ist so vieler Orts ganz verschwunden und hat dem Wirtschaftswald Platz gemacht. Der Mensch nahm früher den Wald in Kultur, um sich selbst eine Lebensgrundlage zu schaffen.

Heute hat sich die Situation grundlegend geändert. Der Mensch muss der dezimierten und verbrauchten Natur Lebensraum zurückgeben! Nationalparke sind ein erster Schritt. Schutz bedeutet hier nicht das bloße konservieren des heutigen und vielfach der Natur entfremdeten Landschaftsbildes. Vielmehr sollte die er dem hochharzgemäße Wald nicht weiter zerstört werden beziehungsweise dorthin zurückkehren, wo heute noch Forste sind. Der Mensch wird, wo es nötig ist, noch eine Starthilfe geben, sich aber den völlig zurückziehen und dem Spiel der Naturkräfte freien Lauf lassen. Auch wenn erst Generationen nach uns sehen werden, was die Natur dabei entstehen lässt, an uns ist es heute, die den Weg dorthin zu ebnen.

Tags: ilsenburg, ilsetal, heinrich heine, brocken, natur, wandern,

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