Zum Bodebruch-Hochmoor beim Dreieckigen Pfahl (13,9 km)
Wanderung
Höhenunterschied: circa 300 m
Strecke: zumeist gut begehbare Wege
Einkehrmöglichkeit: keine
Besonderheiten: seltener Moorpflanzen
Start: Großparkplatz Braunlage
Entdecken sie einige seltener aber typischer Moorpflanzen im Nationalpark Harz.
Ausgangspunkt der Wanderung ist der Großparkplatz Braunlage näher Seilbahn-Talstation. An dem Bodefällen vorbei gehen wir bis zur Bärenbrücke. Diese Brücke überqueren halten wir uns Berg auf immer neben der großen Bode. 300 m hinter dem bösen Rund (namens Herkunft unbekannt) zeigt rechts der Ulmer Weg zum Brockenstein und Wurmberg ab. Dieser hautnah an der ehemaligen Grenze entlang führende Weg wurde früher vom Bundesgrenzschutz zum patrouillieren benutzt. Schaut man nach links hin, sieht man die Hornfels Kuppe des Achtermann (926 m).
Trocken Blick: dazu geben wir den Trampelpfad schräg rechts einige Meter auf die ehemalige Grenze zu und haben eine herrliche Aussicht. Im Vordergrund die 820 m hoch gelegenen SandbrinkKlippen, dahinter der Königsberg (1034 m) und rechts davon der Brocken (1142 m). Zurück auf dem Hauptweg geben wir weiter Leichtberg an. Nach einiger Zeit wird der Weg offener und links tauchen die Achtermannshöhe und hinter uns der Wurmberg (971 m) auf. Schließlich erreichen wir den dreieckigen Pfahl (873 m).
Nach links kann man über die Schierker Straße zum Ehrenfriedhof (2,2 km), nach rechts über den Goetheweg zum Brocken (4,8 km), nach Schierke über die Sandbrinkstraße (9 km) und zum Wurmberg über den Kolonnenweg (3,7 km gelangen.
Rücksicht über das Bodebruch-Hochmoor:
Nachdem wir uns ein wenig am dreieckigen Pfahl umgesehen haben, wandern wir nun den Forstweg Richtung Braunlage (35 L. roter Punkt) nach Süden hinunter. Sie erreichen eine hölzerne Aussichtskanzel, von der wir einen herrlichen Überblick über das Bodebruch-Hochmoor haben. Im Juni zur Fruchtzeit des Wollgrases oder im Herbst, wenn die Gläser Gold braun gefärbt sind, ist das Hochmoor besonders schön. Wir gehen nach rechts weiter. Knüppeldämme schützen uns vor dem Einsinken. Besser gesagt, das Hochmooren wird vor unserem Dritten geschützt. Dieser erhaltenswerte Lebensraum ist strengstens geschützt (betreten verboten!). Einige typische Moorpflanzen sind hier direkt vom Bohlenweg aus zu entdecken. Über zahllose Wurzeln erreichen wir den Bode Sprung, die Hauptquelle der warmen Bode. Die große Bode fließt zutiefst einige Meter unterirdisch. Rechts oberhalb befindet sich ein weiterer doppelter Bodenweg, von dem aus noch weitere Pflanzen zu bewundern sind.
Wieder zurück gehen wir Richtung Braunlage hinunter. Die Folgen der großen Bode weiter bergab. Links oberhalb des Weges liegt das lang gestreckte Bodebruch-Hochmooren. Später sehen wir auch rechts ein weiteres Hochmooren, die in schwarzen Sumpf (bitte nicht betreten!). Bei der nächsten Abzweigung, 230 m hinter dem Jagdhaus, gehen wir links in Richtung Moosbrücke und Braunlage. Geht man geradeaus weiter, führt der Wanderweg 35 L. zur Achtermannshöhe liegen auf. Steiler bergab geht es durch ruhigem Pflichtenhochwald um das Recht des Weges liegende Quellgebiet der kleinen Bode herum. Dieses Büchlein begleitet uns dann ein wenig.
Unser Weg mündet in den Wanderweg Ausrichtung Achtermann und Königskrug (35 H. roter Punkt). Die laufen weiter bergab zu Moosbrücke. Von hier aus sehen wir geradeaus die kleine Bodestraße zur Kreuzung “Fuchsbau “nach links den Triftweg zurück nach Braunlage.
Dreieckiger Pfahl: vier an der Grenze zwischen Sachsen-Anhalt und Niedersachsen steht in 873 m Höhe ein etwa 1 m 30 hoher Grenzstein aus harter Granit. Dieser Dreieckigerpfahl stammt aus der Zeit zwischen 1844 und 1866. Eine Grenze gab es hier schon vor circa 1000 Jahren. An diesem Punkt trafen die Herrschaften Wernigerode, das Königreich Braunschweig/Hannover (weltweiten) und Blankenburg im Herzogtum Sachsen aufeinander. Die Einmalzahlung KH auf der Nord-sowie der Nord/Seite bedeuten Königreich Hannover. Auf der Südseite ist HB für Herzogtum Braunschweig zu sehen.
Bodebruch-Hochmooren: Hochmooren sind die letzten von Menschenhand nahezu unbeeinflussten Lebensräume im Harz. Im Gegensatz zu flach Mohren, die verlandende sehen darstellen und einen Zufluss haben, werden hoch Moor ausschließlich von Regenwasser gespeist. Sie sind daher äußerst lehrstoffarm und bieten nur speziell angepassten Pflanzen und Tieren einen Lebensraum. Das Bodebruch-Hochmooren ist mit 5500 Jahren ein relativ junges Harzermoor. Die circa 840 m hoch gelegener offener Moorfläche ist 12 ha groß und bis zu 3 m mächtig.
Pflanzen der Hochmoor: das Wollgras, der fleischfressenden Sonnentau, die Rosmarienheide (ein Relikt aus der letzten Eiszeit) und die raasige Haarsimse sind nur einige Beispiele für Pflanzen, die vom Holzbohlenweg aus zu entdecken sind.
Das Torfmoose dass die bedeutendste Pflanze das Hochmooren ist. Direkt im je höher (daher der Name Hochmooren) und stirbt im gleichen Maße und logisch ab. Es kann das 20 fache des eigenen Körpergewichts an Wasser speichern. Da es zu wenig Sauerstoff rumorte, werden die abgestorbenen Pflanzen-und Tierärzte nicht zersetzt, sondern im Moor konserviert. Durch die besonders klimatischen Bedingungen des Oberharzes (langer schneereiche Winter und kurze Sommer) wächst das Torfmoos oft nur 1 mm im Jahr.





1 Antwort bis jetzt ↓
1 jrg // Okt 11, 2011 at 14:16
Auch Vielen Dank zurück !
Jörg
Hinterlasse ein Kommentar