An den Bodefällen vorbei zu Bärenbrücke (6,4 km)
Rundwanderung
Höhenunterschied: circa 130 m
Strecke: zumeist gut begehbare Wege
Einkehrmöglichkeit: keine
Besonderheit: Partie an den Wasserfällen sehr reizvoll
Staat: Großparkplatz
Ausgangspunkt ist der Großparkplatz eine Talstation der Wurmbergs Seilbahn. Hinter der Talstation geht es zunächst links in Richtung Brocken. Hinter der Bodebrücke machen wir einen Abstecher zu den 100 m entfernt liegenden Brocken Weg Schanzen.
Hiernach gehen wir wieder bis zur Brücke zurück und wandern am linken Bodeufer bergan. Vorbei am unteren Bode Fall trifft der malerische Pfad auf eine Weggabelung. Hier fließt von links die kleine Bode mit der von rechts herunter sprudelnden großen Bode zusammen. Erst von hier an heißt der Bach flussabwärts warmer Bode. Gleich hinter der Holzbrücke befindet sich links ein großer Granitstein. Es handelt sich hierbei um einen Venedigerstein.
Nach einiger Zeit erreichen wir den oberen Bode Fall, der insbesondere nach starken Regenfällen oder zur Schneeschmelze äußerst imposant birgt. Weiter bergan gehend gelangt man zu Bärenbrücke (Alfred Rieche-Schutzhütte).
Ein sehr kurzer Rückweg nach Braunlager führt rechts hinter der Bärenbrücke über die geteerter Brockenstraße. In die andere Richtung führt dieser Weg links hinauf unter anderem zum dreitägigen Pfahl und zum Brocken.
Wegen dem Forstweg nach links weiter (Achtermann), der bequem zum Moosbrücke führt. Hier überqueren wir wieder die kleine Bode. Nach rechts Kammern am Bach flussaufwärts zum Achtermann oder Bodebruch-Hochmooren gelangen.
Hinter der Moosbrücke halten wir uns links auf der gekehrten kleinen Bodestraße (Boschstraße. Nach 100 m Gabel sich der Weg. Rechts geht es leichter gar Nachkönigskrug (2 km, roter Punkt). Wir halten uns geradeaus auf der asphaltierten Bodestraße. Links unter und schlängelt sich die kleine Bode malerisch entlang.
Nun stößt man auf die Kreuzung “am Fuchsbau “. Gerade aus gelangt man auf TV vier und weiter zu den Jemmerstein Klippen. Hiergegen links ab in den Trifftweg. Nach links hat man bald einen herrlichen Blick hinüber zum 971 m hohen Wurmbergs mit dem alten Steinbruch unter Schanze. Dann biegt nach rechts oberhalb des Weges eine breite Schneise ab. Kurz davor kann man tief unten im Tal den Bodeverlauf und davor den Weg sehen, denn die hinaus geschritten sind (die Sicht im Frühjahr und Herbst besonders gut). Dann wandern wir einen sehr alten Ruhtbuchung-und Fichtenbeständen vorbei. Nun geht es bergab, bis man auf einer Teerstraße am nördlichen Stadtrand von Braunlager ankommt. Die gehen nun etwa 20 m die Straße “am Bode Fall “schräg links hinunter, um dann gleich wieder vor dem Gartenzaun rechts den Wanderpfad (Braunlager) zum Gasthaus “Jemmerstein “abzusteigen. An der Hauptstraße (Harzburgerstraße) halten wir uns zweimal links und gehen über die kleine Bodebrücke. Hier fließt das Ulrich Wasser von links kommend in die warme Bode hinein. Nach rechts gehen wir den asphaltierten Promenadenweg zurück zum Großparkplatz.
Wissenswertes Brocken Weg Schanzen: an dieser Stelle wurde 1907 eine der ersten Braunlagerskisprungschanzen angelegt. 10 Jahre später sprang man im Winter um die 30 m. 1960 wurde die obere Schanze eingeweiht. Beim Deutschlandpokal des Deutschen Skiverbandes im Februar 1993 wurde der Schanzenrekord gleich fünfmal verbessert. Dieser liegt nun bei 75 m und wurde von Georg Brückner vom SV Klingenthal aufgestellt. 1982 stellte man die Mattenschanzen (links) fertig, wodurch auch das stehtspringen in der schneelosen Zeit möglich wurde. Im Oktober 1992 stellte der Braunlager Ecki Reicherts vom WSV Braunlager mit 60 m einen Rekord auf der großen Mattenschanze auf. Die Schülerschanze rechts vorne wurde im Winter 1997/98 eingeweiht.
Warmer Bode: die vielen 20 km lange warme Bode entspringt als große Bode südwestlich von dreitägigen Pfahl (Bodesprung) in 840 m Höhe. Beim Venedigerstein fließt sie mit der östlich der Achtermannshöhe entspringenden kleinen Bode zusammen. Papier heißt das Nüsslein warmer Bode. Diese fließt durch Braunlager, am Café Fuchsfarm vorbei, durch Sorge und Tanne bis Königshütte, wo sie zusammen mit der kalten Bode die Bode bildet.
Für die Namensgebung gibt es unterschiedliche Erklärungen. Einmal soll er seit dem 13. Jahrhundert bekannte Ausnahme von Wurmberg abgeleitet worden sein. Zum anderen soll die warme Bode aufgrund ihres offenen Verlaufs eine höhere Temperatur haben als die kalte Bode. Interessant scheint die Deutung, dass die Wortpaare “warm-kalt “häufig mit Grenzlinien in Zusammenhang gebracht werden können. “Warm” bedeutet das zu uns gehörende, bekannter Gebiet und ” kalt “das nicht zu uns gehörende, fremde Gebiet. In der Tat verläuft zwischen warmer und kalter Bode östlich von Braunlager eine uralte Grenze (heute zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt).
Venedigerstein: so genannte Venedigerstein vom 15. Jahrhundert an über eine Zeitspanne von rund 300 Jahren in den Alpen und Mittelgebirgen (bevorzugt dort, wo alter Bergbau betrieben wurde) nach Mangan gesucht. Dieses Erz wurde zur Säuberung des Glases, insbesondere zur Herstellung der (venezianischen Spiegel) benötigt. Um die Fundorte zu kennzeichnen, schlugen die Südeuropäer Zeichen unter anderem im Felsen oder große Steinblöcke. Ein derartiger Venedigerstein ist auch der Granitstein am Zusammenfluss von großer und kleiner Bruder. Das linke Zeichen soll die Mündung bei der Gewässer darstellen, dass Rechte einer Hand, die auf dem weiteren Weg nach rechts hinweist.
Bodefällen: der untere und obere Bodewasserfall sind sehr reizvolle Partien der warmen Bode, an denen das Wasser in Form von Strom schnellen herunter rauscht. Dem oberen Bode Fall Band sich die Bode (hier große Bode) ihren Weg durch besonders hartes und widerstandsfähiges Granitgestein.
Am Fuchsbau: in der Nähe dieser Kreuzung wurden vor einigen Jahrzehnten in künstlichen Fuchsbauten 100 zur Fuchsjagd ausgebildet.
Trifft Weg trifft bedeutet viel weiter. Auf diesem Weg fuhren früher die Viehherden zu ihren Weideplätzen getrieben.





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