Mehrtageswanderung/72 km/4 Tage
Aus der Mitte des Harzes in das nördliche Vorland führt auf 72 km der Selketal-Stieg-vom malerisch gelegenen Ort stieg bis zur UNESCO Welt Erbesstadt Quedlinburg. Auch wenn der Weg talabwärts führt (von circa 500 m auf 150 m), schließt dies nicht aus, dass man zwischendurch auch einmal auf Höhen steigen muss. Das Angebot an Sehenswürdigkeiten rechts und links des Stiegs reicht von einer lieblichen Harzlandschaft mit dem Höhepunkt eines wild romantischen Abschnitts der Selketals, in dem nur für Wanderer zugänglich ist, bis hin zu zahlreichen kulturellen Attraktionen: vom historischen Besucherbergwerk bis hin zu brauchten an der Straße der Romanik. Fulminanter Abschluss Quedlinburg mit seinem Schlossberg und der historischen Altstadt-ein Paradies für Fachwerk-Liebhaber.
Wegbeschreibung
Erster Tag: in Stiege beginnt der Selke-Stieg am Bahnhofs südlich des Ortes. Für Bahnreisende lohnt sich ein Abstecher zum Schulteich mit schönem Blick auf den Schlossberg mit der Holzkirche und ihren getrennten Glockenhaus, einer Mischung aus dorischem Tempel und schwedischem Landhaus. Auf nordischer Architektur stößt man erneut beim Albrechtshaus mit der Stabkirche. Der riesige Baukomplex des um 1900 erbauten Sanatoriums soll als Luxus besorgt wieder neu belebt werden. Hartz typisch sind in Güntersberge die vielen Fachwerkhäuser.
Zweiter Tag: parallel zur Decke geht es durch eine ehemalige Bergbauregion zum Bahnhof Straßberg. Im nicht weit vom Weg gelegenen Besucherbergwerk grober Glasebach (geöffnet April bis Oktober) wurde eins Flussspat abgebaut. Kurz vor dem Bahnhofs überhöhte steigt der Weg auf die 400 m hohen Mühlenköpfe zum Kunst-und Naturhof Hänichen. Von dort geht es bergab nach Alexis Bad. Für den Bummel am Abend empfehlen sich die Anlagen des 18. 10 gegründeten und damit ältesten Badeorts Anhalts. Kein geringerer als der preußische Baumeister Karl Friedrich Schinkel betätigte sich als Architekt. Sein Ärger mit lustiger Haus, Badehaus, Bahnhof und eine Reihe von willen gibt dem Örtchen einen besonderen Charme.
Dritter Tag: über den Klippenweg wandert man nach Mägdesprung mit dem Industriemuseum Carlsberg. Hinter dem Ort passieren wir an der "Lampe" die engste Stelle der Selketal: 15 m sind die Felsen auf den beiden Teilseiten entfernt. Vorbei am "vierten Hammer ", einem Mägdesprunger Hüttenort, bietet sich ein Abstecher zur Burgruine Anhalt an. Zudem am besten erhaltenen Harzerbogen gehört die Burg Falkenstein, zu der der nächste Abstecher führt. Herrschaftliches Wohnen im barocken Stil zeigt das Schloss Meisdorf das ein Hotel beherbergt.
Vierter Tag: von Mais dort aus führt die Route nun nach Westen am Harzrand entlang. In Ballenstedt wird das nächste Schloss geboten. Wie es sich für die „Wiege“ Anhalts gehört, ist das `Schlossensemble mit Kirche, Turm und von Lenne gestalteten Schlosspark prächtig geraten. Schließlich war Ballenstedt Stammsitz des Fürstengeschlecht der Askanier und Residenz der Herzöge von Anhalt-Bernburg. Gern Rode wartet mit der romanischen Stiftskirche St. Cyrakus auf, während Bad Suderode noch einmal einen Blick in das Kulturleben bietet. Möchte man sich die übliche Landschaft zwischen dem Harz Rand und Quedlinburg sparen, um mehr Zeit für Besichtigungen zu haben, kann man mit der Selketalbahn von Bad Suderode nach Quedlinburg fahren. Aber trotzdem wird man für die geschichtsträchtige und reich mit historischen Bauten ausgestattete Stadt viel zu wenig Zeit haben! Ein Moos sind der Schlossberg und die Altstadt mit 1300 Fachwerkhäusern.

incl. Harzcard 48h: freier Eintritt- Kaiserpfalz Goslar, Schloss Wernigerode, Burg Falkenstein, Rübeländer Tropfsteinhöhle; Schlittschuhlaufen im Eisstadion Braunlage